Herren 2 (3. Liga)

Mannschaftsfoto Herren 2 (4. Liga)

Kader

Nr. Name Vorname Jahrgang Grösse Position
2 Ajd Andrej 1996 180 cm Aussen
3 Blickenstorfer Simon 1995 190 cm Mitte
6 Eugster Mischa 1986 180 cm Aussen
8 Scherrer Ivan 1983 184 cm Diagonal
9 Dürr Christian 1994 178 cm Zuspiel
10 Waldis Thomas 1970 184 cm Mitte
11 Tannò Matthias 1994 186 cm Mitte
12 Ibish Thaqi 1972 185 cm Diagonal
21 Tannò Lukas 1997 185 cm Libero
22 Scherrer Ramon 1985 180 cm Aussen/Libero

Trainingszeiten

Tag Zeit Turnhalle
Freitag 20.00–22.00 Uhr Lindenhofhalle 2, Wil

Trainer/Mannschaftsverantwortlicher

Trainer  
Andrej Ajd  
Rosenstrasse 14  
8360 Eschlikon  
078 883 31 09  

Matchberichte

 

Matchbericht: STV Wil 2 – Rheno Volleyball  1 (21.01.2017)

Katastrophe. Mehr kann man zu diesem Spiel nicht sagen.

Unser Spiel gegen Rheno startet mit einem 1:10 Vorsprung für die Gäste. Die Wiler kamen nicht zum Abschluss. Was auch wir versucht haben, Rheno konnte den Ball stets Verteidigen, erneut aufstellen und angreifen.  Spielzug nach Spielzug entglitt uns jeder Punkt. Den ersten Satz schliessen wir mit nur sechs direkten Angriffspunkten 12:25 ab.

Ich dachte mir nichts dabei. Wir benötigen nur eine Aufwärmphase. War leider nicht so.

Obwohl Satz zwei schnell mit einem 4:0 Lead für die Wiler Bären startete, kippte die Situation genauso schnell auf ein 4:7. Konstanz war ein unbekannter Begriff momentan. Naja, konstant inkonstant. Mit einer Steigerung auf neun direkten Angriffspunkten und zwei Servicefehlern weniger, verlieren wir Satz zwei 17:25.

Nichts wollte klappen. Einzig war die Abnahme gut. Nicht perfekt, aber man konnte damit arbeiten.

Der nächste Satz wollte umkämpfter werden. Ein Kopf an Kopf rennen fand statt, bis zum Punktestand 8:8. Die nächsten zwei Time-Outs sagen besser aus, was in meinem Kopf als Nächstes vorging, als ich es beschreiben könnte. 9:11 und 9:19. Ich wollte es nicht wahr haben. In der Vorrunde konnten wir das Auswärtsspiel noch 1:3 gewinnen, so konnten wir diesmal weder Punkt, noch Satz behalten. Obwohl nach dem zweiten Time-Out wieder einiges eingeholt wurde und beim Stand 22:22 Rheno ihr zweites Time-Out nahm, so konnten die Wiler erneut nicht erfolgreich abschliessen und verlieren den finalen Satz 23:25.

Wie es Djokovic so gerne sagt, wir haben sie am Samstag gewinnen lassen. Bälle mussten nicht mit Druck zu uns gespielt werden, wir verschenkten Punkte als wäre noch Weihnachten.

Am kommenden Freitag spielen wir auswärts gegen den VBC Heiden. Eine Steigerung muss her!

Für STV Wil standen im Einsatz: Andrej Ajd (C/T), Simon Blickenstorfer, Lukas Tanno (L), Matthias Tanno, Jonas Jung, Thomas Waldis, Christian Dürr, Thaqi Ibish

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Matchbericht: STV Wil 2 – STV St. Gallen 07.01.2017

Das Aufeinandertreffen der STVs war ein lang ersehntes Duell, welches wir für uns entscheiden wollten.

Wir, die aufgestiegenen Wiler, haben uns durch die Saison stetig verbessert. Das erste Spiel verloren wir noch 3:0 gegen den STV St. Gallen, konnten wir uns doch stark steigern.

Der erste Satz lief begann mit einem 0:4 Lead für die St. Galler. Ein Lead den sie nicht mehr hergeben wollten. Trotz konstantem Spiel und abgeklärten Punkten konnte dieser Rückstand nicht aufgeholt werden. Den ersten Satz verlieren wir 20:25.

Der zweite Satz begann ausgeglichener.  Starke Punkte auf beiden Seiten. Beide Mannschaften waren mal in Führung. Doch schlussendlich kann nur ein Team den Satz gewinnen. Es schien als hätte der STV St. Gallen wieder die Oberhand. Nach unserem Time-Out und meinem Standardspruch hat sich das Blatt noch gewendet. Von 21:23 kehren wir das Resultat 25:23 und holen uns den ersten Satz.

Der dritte und längste Satz war geprägt von langen Ballwechseln. Mal holen die Wiler den Punkt, mal die Gäste. Auch konnte sich keine Mannschaft absetzen. Es war ein richtiger Kampf. Starkes Volleyball von beiden Teams. Schlussendlich ging es nur um die Nerven, welche wir ein weiteres Mal behielten und den dritten Satz 27:25 entschieden.

2:1 stand es nun nach Sätzen. Ein Bild welches wir gerne sehen.

Satz vier war klar. St. Gallen spiele stark auf. Unsere Chancen auf Punkte sanken. Eine Führung von 1:6 für die Hauptstädter konnte nicht aufgeholt werden. Diesen Satz gewinnen die Gäste 19:25. Ein klares Ergebnis.

In den letzten und entscheidenden Satz waren wir gar nicht nach meinem Geschmack gestartet. Die St. Galler konnten sich schnell mit einem vier Punkten Vorsprung absetzen. Was ich nicht akzeptieren konnte, nahm ich ein Time-Out und verlangte, dass der Seitenwechsel durch uns ausgelöst wird. Wie durch ein Wunder hat das geklappt. Beim Seitenwechsel hielten wir die Führung 8:7. Eine Aufholjagd wie aus dem Lehrbuch. Leider endete diese schnell wieder. Und da kam er, Matchball für St. Gallen 13:14. Ein langer Ballwechsel, Finte von St. Gallen – verteidigt, Ball fliegt zur Decke. Die St. Galler jubeln. Die Wiler nicht.

Ein mit Emotionen geladenes Spiel endet nach 1 Stunde und 58 Minuten. Zwei wichtige Punkte haben Wil in Richtung St. Gallen verlassen. Verdient hätten es beide Teams.

Für den STV Wil standen im Einsatz: Andrej Ajd (C/T), Mischa Eugster, Thomas Waldis, Christian Dürr, Thaqi Ibish, Matthias Tannò, Simon Blickenstorfer, Lukas Tannò (L)

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Spitzenduell (Matchbericht: Andwil-Arnegg 2 – STV Wil 2 27.11.2016)

Der Spitzenkampf der 3. Liga fand am vergangenen Sonntag in Andwil um 15.00 Uhr statt. Am Freitag noch spezifisch auf die starken Mitteangreifer trainiert, konnten wir diese am Spiel schnell eliminieren.  Mit starkem Service und guten Angriffen konnten wir das Spiel sogar etwas steuern. Die Mitte wurde gleich zu Beginn zweimal stark geblockt und verlor damit die Power.

Eines müssen wir den Andwiler aber lassen, die haben Kampfgeist. Wir konnten alles versuchen, die Verteidigung war schwer zu durchbrechen. Das hat sich erkenntlich gemacht. Doch gewisse Stärken konnten gewahrt werden. Gute Blockarbeit, sicherer Service und Angriffe wie aus dem Lehrbuch. Leider hat die Verteidigung stark nachgelassen. Schwingende Arme, schlechte Positionierung am Ball, nicht wirklich rosig. So mussten wir trotzdem starkem Spiel im ersten Satz, diesen mit 25:21 abgeben.

Hitzige Stimmung machte sich breit, ich selbst konnte dem nicht widerstehen. Etliche dumme Fehler schlichen sich ein. Ein absolute No-Go für uns, da wir doch bekannt für unser sicheres Spiel sind *hust*

Der zweite Satz begann ähnlich, die ersten Punkte schlenderten auf das Konto von Andwil. Den Kampfgeist stets gewahrt konnten wir mithalten. Punkt für Punkt arbeiteten wir uns an unsere Gegner an. Doch wie man es kennt, der Kopf spielt eine wichtige Rolle im Volleyball. Was bei einigen Wiler Bären geübt werden muss, war bei den routinierten Gastgebern Standard.  Ruhig konnte Andwil aufspielen, musste sich nicht darum sorgen zu verlieren, denn wir hinkten stets nach. Zwar waren unsere Punkte abgeklärt und meist sehr gut, so gaben wir den zweiten Satz trotzdem mit 25:20 ab.

In Satz 3 musste eine Änderung her. Diagonalwechsel. Man hat gemerkt was das für ein Unterschied im Block ausgemacht hat. Ivan Zayts… ääh Scherrer zeigte sein Können. Block für Block, Punkt für Punkt, wir waren auf gutem Weg. Die Führung hielt trotzdem immer der VBC Andwil-Arnegg. Wir kämpften, wir schwitzen, doch der Sieg sollte nicht unser sein.

Vor bescheidenem Publikum gaben wir drei Punkte ab und sind nun Tabellendritter. Am 10. Dezember treffen wir auf den VBC Wittenbach und kämpfen um den zweiten Rang.

Für den STV Wil standen im Einsatz: Andrej Ajd (C/T), Matthias Tannò, Mischa Eugster, Thomas Waldis, Christian Dürr, Thaqi Ibish, Ivan Scherrer, Lukas Tannò (L)

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Frauenfelder Waffenlauf oder Volleyball? (Matchbericht: STV Wil 2 – VBC Arbon 20.11.2016)

Das erste Mal, dass wir kein wirklich spektakuläres Volleyball zeigten. Obwohl wir das erste Mal etwas Neues ausprobiert haben.

Der Weg zur Halle war bereits von Sportlern besäht. Zwar keine Volleyballer, aber Läufer. Wir spielten am Tag des Frauenfelder Waffenlauf.

VBC Arbon war nicht zu unterschätzen, mit einem 3:2 Sieg über den STV St. Gallen konnten sie zur Bedrohung werden. Was sich aber früh im Spiel zeigte, wir mussten nicht wirklich Angst haben. Arbon drückte zwar ständig ihre Punkt bei uns ins Feld mit wahren Powerfinten, doch das Sideout fand schneller den Weg zurück als erwartet. Ohne grosse Sensation konnten wir den ersten Satz nach einem Time-Out mit 25:18 zu unseren Gunsten abschliessen.

Die Konzentration musste zurück. Wir machten noch immer diverse Eigenfehler, welche einfach zu vermeiden währen. Der zweite Satz beginnt schnell mit einer Führung für uns. Die Gäste vom Bodensee hatten ihre Schwierigkeiten aufzuschliessen. Schnell sah man, dieser Satz wird eintönig. Service – Annahme – Pass – Angriff – Punkt. Auch allgemein als Sideout Game bekannt. Dem Vorsprung vom Beginn sei Dank, konnten wir den zweiten Satz nach 20 Minuten mit 25:20 abschliessen.

Sideout Game, ihr wisst nun was das ist. Genauso begann auch der dritte Satz. Doch diesmal waren wir die Hinkenden. Stets einen Punkt in Führung konnte Arbon uns unter Druck setzen. Wir nutzen die Gelegenheit um etwas Verwirrung zu stiften. Plötzlich hämmerten Bälle ins Feld unserer Gegner. Wir starteten mit „Stäge“-Angriffen. Der Mittelblocker täuschte einen Kurzangriff an und der Aussenangreifer stieg direkt nach und neben ihm auf für einen Meterball. Schwer zu erkennen. Schwer zu blocken. Verteidigungen verbesserten sich und die Eigenfehler minimierten sich. Wir waren auf der Überholspur. Beim Stand 18:18 konnten wir wieder aufdrehen. Arbon benötigt zwei Time-Outs und kann sich trotzdem nicht fangen. Sie kamen aber nahe ran. Den dritten und letzten Satz gewinnen wir 25:23… knappe Sache.

Abnahmetechnisch waren wir TOP! Liegt nur ein bisschen daran, dass die Service etwas einfacher sind. Angriffe müssen konstanter und abgeklärter werden, Verteidigungen müssen durchs ganze Spiel hoch sein. So haben wir eine gute Chance, unser Inoffizielles Ziel zu erreichen.

Nächsten Sonntag, 27.11.2016 treffen wir auf den Tabellenersten, VBC Andwil-Arnegg.

Für den STV Wil standen im Einsatz: Andrej Ajd (C/T), Mischa Eugster, Thomas Waldis, Ivan Scherrer, Christian Dürr, Thaqi Ibish, Matthias Tannò, Simon Blickenstorfer

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Matchbericht: STV Wil 2 – VBC Heiden 13.11.2016

Unser drittes Saisonspiel startete am Sonntag, 13.11.2016 um 14.00 Uhr in unserer Heimhalle dem Klosterweg. Den VBC Heiden, welcher letzte Saison auch in der 4. Liga gespielt hat, galt es zu schlagen. Wie immer, ohne grosse Ansprache vor dem Spiel stellten wir uns auf.

Heiden zeigte von Anfang an, dass sie Volleyball spielen können. Gott sei Dank können wir es auch. Die Heidener kamen nicht an uns heran. Obwohl wir nicht unser bestes Volleyball zeigten, konnten wir den ersten Satz mit knappem Abstand gewinnen. Sensationen gab es diesmal leider nicht. Beide Teams spielten gleich gut auf. Satz 1 geht mit 25:22 an die Wiler Bären.

Der zweite Satz begann gleich. Wir konnten uns früh absetzen, doch die Volleyballer aus Heiden begannen immer wieder hoch zu drehen, weshalb sie uns zu zwei Time-Outs zwangen. Wir wollten diesen Satz aber nicht abgeben. Bei der Führung von Heiden musste etwas her. Unsere Verteidungsarbeit liess nach, Netzfehler häuften sich und ab und an dachte ich mir einfach nur … „was war das!?“ Das zweite Time-Out bei 17:20 für die Gäste war nötig. Wir hatten die Struktur verloren. Unser Aufbau war durchschlagen, obwohl wir schon mit Gegnern zu tun hatten, die besser Volleyball spielten. Eine typische Wiler Krankheit. Wir haben uns dem Gegner angepasst. Durch starke Anspiele und die Verminderung von Eigenfehlern war die Aufholjagd in Gang gesetzt. Bei Heiden war Ende Satz der Druck draussen. Erneut schliessen wir den Satz mit 25:22 ab.

Satz Nummer drei sollte anders werden. Wir müssten viel mehr Druck ausüben und lockerer Verteidigen. Trotzdem mangelnder Verteidungskunst konnten wir uns schnell absetzen. Aber wieder zwang Heiden uns in ein Time-Out. Punkte gingen unnötig verloren. Angriffe landeten wie die letzten Spiele im Netz. Heiden hatte wenige Probleme, wir haben es ihnen aber auch nicht schwer gemacht. Mit Motivationsreden ging es dann wieder etwas bergauf. Diesmal wollten wir klarer gewinnen. Und das klappte auch. Nach einer Stunde und 17 Minuten gewinnen wir unser erstes Spiel in der 3. Liga 3:0.

Für heute genügt dieses Fazit: TOP ABNAHMEN! WEITER SO!

Für STV Wil standen im Einsatz: Andrej Ajd (C/T), Simon Blickenstorfer, Lukas Tanno (L), Matthias Tanno, Mischa Eugster, Thomas Waldis, Ivan Scherrer, Christian Dürr, Thaqi Ibish, Ramon Scherrer (Fan, seelische Stütze, „Physio“)

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STV Wil goes Champions League (Matchbericht: Rheno Volleyball 1 – STV Wil 2 06.11.2016)

 

Naja, beim Champions League Spiel waren wir nur als Zuschauer anwesend, aber von den Bombenservice von Sebastien Steigmeier hatte man uns nicht zu viel Versprochen.

Nach der Flaute von letzter Woche musste nun ein Sieg her. Ohne grosse Ansprache ging das stark verkleinerte Kader nach Heerbrug. Die Autofahrt glich einem Rennen, zum Glück steht der Blitzer nahe St. Margarethen nicht mehr dort. In der Halle angekommen konnten wir zuerst noch den Junioren von Rheno gegen den VC Smash etwas zu schauen. Wenig später begannen wir mit dem Einspielen.

Der erste Satz gegen die Rheno Volleyballer verlief besser als geplant. Das Training auf erhöhter Netzkante um endlich etwas höher, gezielter und durchschlagskräftiger angreifen zu können, hat sich gelohnt. Die gegnerische Verteidigung hatte Mühe sauber zu spielen. Wir haben es ihnen aber auch nicht leicht gemacht. Schnell waren wir das führende Team. Das erste Time-Out nahm Rheno beim Stand 4:10. Eine Änderung musste her. Was auch immer sie versuchten, nichts kam durch und unsere Angriffe waren kaum zu stoppen. Das zweite Time-Out fand beim Punktestand 8:17 statt. Wir fuhren auf Hochtouren. Ohne etwas anbrennen zu lassen, gewinnen wir den Eröffnungssatz 13:25.

Der zweite Satz schien gleich zu werden. Ein frühes Absetzen war möglich, leider nicht haltbar. Diese dreiminütige Pause schien den Volleyballer aus Rheno gut getan zu haben. So wurden wir früh zum ersten Time-Out, beim stand 12:10 für Rheno, gezwungen. Provokant, nervig, streitsüchtig, ihr könnt euch etwas aussuchen, aber man hat unsere Schwäche entdeckt. Der Kopf. (An zukünftige Gegner, das ist geheim, bitte nicht weitersagen) Das laute „Hopp Wil“ verstummte langsam, dafür ertönte ein immer lauter werdendes „Rheno“ in der Halle. Man hat uns das Lachen geraubt, und somit die Fähigkeit locker Volleyball zu spielen. Und wer Ahnung hat weiss, wer versteift Volleyball spielt hat bereits verloren. (Ausser du bist Sebastien Steigmeier) Das zweite Time-Out hat etwas gebracht. Einiges sogar. Wir kamen immer näher und näher, würde ein Satz bis auf 40 gehen, naja, den hätten wir vermutlich gewonnen. Gezwungenermassen musste der gegnerische Coach beim stand 24:19 die 30-sekündige Pause nehmen. Nach starkem Service konnte kein guter Aufbau folgen, was zu einem langen Ballwechsel führte. Schwache Angriffe, hohe Finten, alles kam vor, doch genau dann landet ein Angriff unsererseits im Netz. Satzausgleich.

Drei Minuten Pause, was kann ich sagen. Ah genau! „Jungs! Wo bleibt der Humor, wo bleibt der Spass!? Wir sind hier lockere 3. Ligisten. Wir müssen Spass am Sport haben, nicht verkrampft versuchen den Ball ins Feld zu drücken!“ Was? Der Möchtegern-Coach wieder am herum lamentieren und irgendwelchen Humbug am raus lassen.  Liess weiter ;-)

Den nächsten Satz starteten wir locker. Keine Ahnung wie, aber wir hatten Spass, ich selbst konnte mir das Lachen kaum mehr verkneifen. Wie auch immer, Rheno schien es zu mögen, wenn sie hinken. Sie kamen kaum an uns ran, hinkten hinten nach. Stets wenige Punkte in Führung behaupteten wir uns. Auf der Seite von Rheno wurde gutes Volleyball gespielt, aber die Fähigkeiten der Wiler Volleyballer waren einfach besser, ausgeprägter, stärker. Drei Auswechslungen und zwei Time-Outs der Gegner später feierten wir den ersten Punkt in der dritten Liga. Mit 22:25 gewinnen wir den Satz Nummer 3. Verdient. Aber noch nicht gut genug.

Was wollte man mehr. Wir hatten Spass am Sport und waren am Gewinnen. Die Satzpause wurde genutzt um Kraft zu tanken, physisch wie mental. Wir konnten uns allerdings noch nicht ausruhen.

Wer Krimis mag, hat leider etwas verpasst. Die Wiler Bären starteten wie gewollt. Als würden wir jede Schwäche des Gegners kennen und gekonnt ausnutzen. Alles lief, Abnahmen landeten in den Fingern des Zuspielers, Pässe fanden von alleine in die Hände der Angreifer und die Angriffe landeten wie Medizinbälle im Boden. Aber wie gesagt. Krimi! Rheno konnte wieder aufdrehen. Die Sechserformation kannte sich gut. Mein erstes Time-Out musste ich bei 13-17 nehmen. Kann ich Zaubern? Rheno nimmt wenige Punkte später ihr Time-Out (16-18). Ohnehin konnten wir den Provokationen der Gegner nicht ausweichen, aber wir konnten sie besser verarbeiten. Gelassen hinnehmen oder darüber lachen, das Erfolgsrezept war gefunden. Wir spielten locker auf, machten wenige Eigenfehler, und wie durch ein Wunder kamen auf dem gegnerischen Feld die so erhofften Fehler zu stand. Bälle landeten im Netz, Verteidigungen versprangen. Nein, diesmal rede ich nicht über uns, sondern über unsere Gegner. 21:22, das letzte Time-Out des Gegners. Abgeklärt, Ruhig, so spielt mal Volleyball. Das Time-Out wurde genutzt um zu lachen. „Ich kann keinen weiteren Satz mehr spielen! Können wir schnell machen“. Da hat mir jemand aus der Seele gesprochen. Die letzten drei Punkte kamen schnell. Wir gewinnen das erste Spiel in der dritten Liga!

Nach 1 Stunde und 43 Minuten gehen wir als Sieger vom Platz! Was für eine Erleichterung. Das heutige Fazit: Das Training auf erhöhtem Netz lohnt sich. Unsere Angriffe fanden öfter in den hinteren Teil des Feldes und erschwerten somit der Verteidigung die Arbeit. Für weitere Gegner müssen wir uns noch anders wappnen. Wir freuen uns darauf.

Anschliessend an das Spiel ging knapp die Hälfte der anwesenden Spieler noch Amriswil gegen den kosovarischen Meister unterstützen.

Für den STV Wil standen im Einsatz: Andrej Ajd (C/T), Matthias Tannò, Mischa Eugster, Thomas Waldis, Christian Dürr, Thaqi Ibish, Ramon Scherrer (L)

-Andrej Ajd

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Matchbericht: STV St. Gallen 2 – STV Wil 2 29.10.2016

Die zweite Herrenmannschaft des STV Wil fand letzten Samstag den Weg nach St. Gallen um das erste Meisterschaftsspiel zu bestreiten. Eine Woche zuvor konnte die Aufstellung des neu bestückten Teams im Testspiel gegen die Old Dirty Bastards (www.olddirtybastards.ch) geübt werden.

Mit wenig Trainingsstunden in der vollen Mannschaft kämpften wir um die ersten Punkte. Der STV St. Gallen war mit einem gut eingespielten Team und diversen Routiniers ein Gegner den man nicht unterschätzen durfte. Ab 16.00 Uhr spielten wir Kopf an Kopf. Bis zum Punktestand 15:16 konnten wir gut mithalten. Angriffe landeten im Feld, Blöcke waren hoch und vereinfachten der Verteidigung die Arbeit. Dann schlichen sich Fehler ein. Annahmen wären nicht auf die 3 Meterlinie gefallen, Angriffe schossen ins Out, wir vernichteten uns selber. Nach zwei Time-Outs für die Wiler war der Satz abgeschlossen. Um 16.19 Uhr stand es 20:25 für St. Gallen und wir hinkten einen Satz im Rückstand.

Taktisch wurde umgestellt. Mitte spielte Dia, Dia spielte Pass, chaotisch. Obwohl die Ballwechsel länger wurden, kam St. Gallen öfter als Sieger heraus. Wil hatte kaum Punktelieferanten. Ohne Wechsel und nichteinmal zwei ganzen Rotationen war der STV St. Gallen mit 16:25 bereits zwei Sätze in Führung.

Ein Misch aus Positionen vom ersten und zweiten Satz machte einiges möglich. Die Führung lag stetig in den Händen von St. Gallen. Doch wir kämpften. Konnten aufschliessen. Es schlichen sich immer wieder Fehler in unser Spiel. Angriffe landeten im Netz, Blockfehler entstanden und die gut aufspielenden St. Galler begonnen leicht zu schwitzen. Ein Wechsel musste her, 14:19. Dann kam die Serviceserie die wir benötigten. Bei 18:22 kam Matthias Tannò an die Grundlinie. Locker aus der Hand servierte er. St. Gallen hatte Mühe damit. Beim Stand von 22:22 nahm der gegnerische Coach sein zweites und leider letztes Time-Out. St. Gallen drehte noch ein letztes Mal hoch und holte sich 68 Minuten nach dem Anpfiff 3 Punkte für die Meisterschaft.

Unser Fazit: Angriffe müssen kräftiger werden, Blockarbeit muss stabiler sein und die verflixte Verteidigung darf nicht mehr den Boden berühren. 

Wir gratulieren dem STV St. Gallen und freuen uns auf die Revanche am 7. Januar 2017 um 14.00 Uhr im Klosterweg. Dieses Spiel wird nicht so einfach sein für euch.

 Für STV Wil standen im Einsatz: Andrej Ajd (C/T), Simon Blickenstorfer, Martin Müller, Lukas Tannò (L), Matthias Tannò, Mischa Eugster, Thomas Waldis, Ivan Scherrer, Christian Dürr, Thaqi Ibish, Ramon Scherrer (Fan, seelische Stütze, „Physio“)

-Andrej Ajd